//Rauchwarnmelderpflicht 

Rauchwarnmelderpflicht 

Zum 31.12.2017 endet in Bayern die Frist zur Nachrüstung von Bestandswohnungen.
Von dieser Regelung sind sowohl Wohnungen wie auch Einfamilienhäuser, Doppelhäuser und Reihenhäuser betroffen, unabhängig davon ob diese vermietet sind oder von den Eigentümern selbst genutzt werden.
In einer Wohnung müssen die Schlafräume und Kinderzimmer, d. h. alle Zimmer, in denen bestimmungsgemäß Personen schlafen, sowie Flure, die zu Aufenthaltsräumen führen, jeweils mit einem Rauchwarnmelder ausgestattet sein.
Gerade bei Einfamilienhäusern oder Maisonette-Wohnungen bilden Flure, die zu Aufenthaltsräumen führen, zusammen mit Treppen einen Raum-Luftverbund, hier muss mindestens auf der oberen Etage ein Rauchwarnmelder angebracht werden.
Für Räume, die nicht zum Schlafen bestimmt sind, wie z. b. Wohnzimmer oder Arbeitsräume, gibt es keine Verpflichtung zum Einbau von Rauchwarnmeldern. In Bäder und Küchen sollten wegen häufiger Wasserdampf- und Rauchentwicklung auf den Einbau verzichtet werden. Es dürfen nur Rauchwarnmelder verwendet werden, die der DIN EN 14604 entsprechen und eine CE-Kennzeichnung tragen. Damit kein jährlicher Batterietausch erforderlich ist empfiehlt es sich Rauchwarnmelder mit 5- oder 10-Jahres-Batterien (Lithium-Zellen) zu installieren. Meist sind die Rauchwarnmelder einfach zu montieren, je nach Fabrikat werden sie mit Hilfe von Klebepads oder Schrauben und Dübel angebracht. Die Bedienungsanleitungen der Hersteller enthalten in der Regel entsprechende Montagehinweise. Detaillierte Regeln für Einbau, Betrieb und Instandhaltung von Rauchwarnmeldern in Wohnungen enthält die DIN EN 14676 „Rauchwarnmelder für Wohnhäuser, Wohnungen und Räume mit wohnungsähnlicher Nutzung“. Rauchwarnmelder sind so anzubringen, dass der Brandrauch sie ungehindert erreichen kann.
Im Regelfall müssen sie in der Raummitte an der Zimmerdecke und mindestens 0,5 Meter von Wand und Unterzug oder Einrichtungsgegenständen angebracht werden. In der Regel reicht ein Rauchwarnmelder pro Raum. Bei Räumen, die größer als 60 m² sind oder eine Höhe von 6 Metern überschreiten, stark verwinkelt sind oder sehr lange Flure aufweisen, sind weitere Rauchwarnmelder zu installieren.
Der Gesetzgeber schreibt nicht vor, dass die Geräte von Fachbetrieben eingebaut werden müssen, auch die jährliche Wartung muss nicht durch Fachbetriebe erfolgen.
Hinsichtlich des Bauordnungsrechts sind keine besonderen behördlichen Überprüfungen des Einbaus oder wiederkehrende Kontrollen vorgeschrieben. Es liegt in der Verantwortung der jeweiligen Verpflichteten, für den Einbau und die Betriebsbereitschaft der Rauchwarnmelder Sorge zu tragen.

2017-10-04T13:37:51+00:00